ST. STEFAN BASILIKA (SZENT ISTVÁN BAZILIKA)
Die Sankt Stefan Basilika ist die zweitgrößte Kirche in Budapest und die nächstwichtigste in Ungarn. Sie wurde im Neurenaissance-klassischen Stil vonJozsef Hild, Miklós Yblund Jozsef Kauser erbaut. Die balsamierte rechte Hand des ersten Ungarischen Herrschers,König Stefan der Heilige (István I) ist dort aufbewahrt. Die Basilika wurde nach der Form eines griechischen Kreuzes gebaut.
Der Innenraum der Basilika ist in 9 Teile eingeteilt. Leo Fessler gestaltete die Skulpturen in den Türmen, am Altar und an der Außenseite der Kuppel. Das innere der Basilika wurde reichlich mit Mosaiken, Malereien und Skulpturen der damals größten Künstler Ungarns wieBertalan Székely, Gyula Benczúr, Alajos Stróbl, János Fadrusz, und Pál Pátzay. Die Cararamarmor Statue am Hauptaltar wurde von Alajos Stobl geschaffen. Über dem Haupteingang steht eine Büste von König Stefan der heilige, Ungarns erstem christlichem König, der als Heiliger ernannt wurde und die Kirche nach ihm benannt bekam. Hinter dem Altar liegt die Kapelle für die "Heilige rechte Hand"(Szent Jobb-kapolna), dort wird die balsamierte rechte Hand von König Stefan aufbewahrt.
Es ist die wichtigste Reliquie für Ungarn als ein religiöses Land. Jedes Jahr am 20. August wird die Reliquie in einem prächtigen Umzug durch die nahegelegenen Straßen der Basilika getragen. Empfehlenswert ist auch den Aufzug zur Spitze des Südturmes zu nehmen und den wirklich schmucken Ausblick zu genießen. Mit 9 tonen ist die Glocke Ungarns größte.
Adresse: 1051 Budapest, Bezirk V, Szent Istvan Ter
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 bis 16.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr, Sonntag 13.00 bis 16.00 Uhr.
Telefon: (+361)317-2859
Geführte Turen nach Absprache.
Höhlenkirche
Die Höhlenkirche auf dem Gellert-Berg wurde 1924 errichtet nachdem die Paulinermönche von einer Pilgerwallfahrt nach Lourdes zurückkamen. Die Kapelle wurde Pfingstsonntag 1926 eingeweiht und in 17 Jahren arbeiteten die Mönche dort. In die Nacht zum Ostermontag 1951 drang die heimliche ungarische Polizei (IVH) in die Kapelle ein und verhaftete den ganzen Orden. Der Prior Ferenc Vecer wurde zum Tode verurteilt und die anderen Mönche waren 5 bis 10 Jahren im Gefängnis verurteilt und die Kapelle wurde mit einer 2,25 m starken Mauer geschlossen.
Erst am 27.August 1989 wurde die Kapelle wieder geöffnet obwohl das Zerstören der Zementmauer erst 1992 fertig war.
Der wiedererstandene Paulinerorden zählt heute 19 Mönche.
Adresse:XI. Szt. Gellert Rkp.1
Telefon: (+36 1) 385 - 1529.
Öffnungszeiten: 09.00 bis 20.00 Uhr.
Gottesdienst: 11.00, 16.30, 20.00 Uhr und Sonntag 8.30, 11.00, 17.00, 20.00 Uhr (auf ungarisch)
Die Kirche ist während des Gottesdienstes für Touristen geschlossen.
Synagoge
Die zentrale Synagoge in der Dohany-Straße, auch als Dohany-Synagoge oder Tabak Schul (die jüdische Übersetzung von Tabak ist dohany) bekannt, finden wir in Belvaros, dem inneren von Pest im östlichen Teil Budapest. Sie wurde von 1854 bis 1859 von der neugegründeten jüdischen Gesellschaft in Pest nach den Zeichnungen des Wiener Architekten Ludwig Förster erbaut. Die Synagoge liegt neben einer großen Hauptstraße. Damit wollte man den Optimismus und den neugefundenen Status der ungarischen Juden Mitte im 19. Jahrhundert symbolisieren. Es ist eine der größten und schönsten Synagogen der Welt mit 2964 Sitzplätzen (1494 für Männer und 1472 für Frauen).Die Synagoge ist 53 Meter lang und 26,5 Meter breit und wurde hauptsächlich im maurischen Stil gebaut hat aber auch byzantische, romantische und gotische Einschläge. Im hintersten Teil des Hofes der Synagoge befindet sich ein kleiner Park ernannt nach Raoul Wallenberg. Im Jahre 1991 errichtete man einen Gedenkstein für die ungarischen Juden die während des Holocaust umkamen. Der Gedenkstein geschaffen von Imre Varga stellt eine Hängeweide vor, deren Blätter die Namen der Opfer tragen. Die Schrift auf dem Gedenkstein lautet: „Welches Leiden ist grösser als meines?“. Vier große Marmortafeln tragen die Namen von 240 nicht jüdischen Ungarn (rightous among the nations), die Juden gerettet haben. Durch die großzügige Spende des Emanuel Fonds für Ungarisch Kultur, das in New York liegt, ermöglichte durch private Einsammlungen das erstellen des Gedenksteines. Das nationale jüdische Museum befindet sich in einem Seitengebäude der Synagoge (Orszagos Zsido Vallasi es Torteneti Gyujtemeny). In langer Zeit galt die Synagoge als eines der bekanntesten Wahrzeichen Budapest und heute dient sie als Hauptsynagoge für die einheimische jüdische Gemeinschaft und Touristenattraktion.
Adresse: VII. Dohany U. 2-8, Budapest
Telefon: (+36 1) 342 - 8949
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr, Freitag 10.00 bis 14.00 Uhr, Sonntag 10.00 bis 14.00 Uhr.
Gottesdienst Freitag um 18.00 Uhr und Samstag um 9.00 Uhr.
Transport: Astoria (rote Linie) oder Deak Ter (alle Linien).






